Geschichte
2011
Quersang No 1
Quersang Number One – das war ein Streifzug durch das beinahe endlose Gebiet von Chartbreakern aus vier Jahrzehnten, eine Wiederbegegnung mit vertrauten, aber mittlerweile fast vergessenen Songs, die wegweisend für die Zeit waren, in der sie entstanden sind und die den Zuhörer sofort in den Sog der Erinnerung ziehen und das eine oder andere dabei Erlebte wieder Revue passieren liessen. Number One war unser ganz individueller Mix von Stilen und Genres, von pulsierender Rhythmik, Feuerzeug-Romantik, packenden Refrains und begeisternden Arrangements.
2010
Irish Folk Songs
Projektchor Quersang mit der Band Bow Triplets im Casino Wohlen
In diesem Projekt hatte sich der Quersang mit dem traditionellen Liedgut aus Irland befasst. In unterschiedlichen Bearbeitungen und mit Unterstützung der irischen Band Bow Triplets ist alles aufgetaucht, was die Seele dieser Musik ausmachte: Bodenständig Tänzerisches wurde von melancholischen Betrachtungen abgelöst, um dann wieder den Weg frei machte für unbändige Lebenslust, die allen Widrigkeiten trotzte.
Irish Folk berührt, geht nahe, animiert zum Mitmachen und Mitsingen, lässt Eintauchen in ein Wechselbad der Gefühle und ist vor allem immer eins: Authentisch
2009
Quersang goes Broadway!
Glamour, grosse Gefühle, mitreissende Musik und packende Rhythmen: Tauchen Sie ein die Welt des Musicals, lassen Sie sich verzaubern von den unsterblichen Melodien aus Les Miserables, gehen Sie mit dem Quersang auf Reise in das Herz Afrikas und fiebern Sie mit der pulsierenden Musik aus The Lion King, tanken Sie gute Laune, wenn die unvergesslichen ABBA-Songs aus Mamma Mia erklingen. Kurzum, lassen Sie sich vom Musical Fieber anstecken!
Das Konzert steht unter der Leitung des Dirigenten Thomas Haen. Begleitet wird der Chor Quersang von einem musikalischen Trio mit Peter Leuzinger, Bass, Carmen Bürgisser, Piano, und Matthias Zindel, Percussion. Anja Häseli wird als Solistin den Chorgesang ergänzen.
Einige Impressionen der Konzerte:

Fotos: Stephan Diethelm
2008
Petite Messe Solennelle
Gioachino Rossinis Petite Messe Solennelle – Wo italienische Oper sich mit geistlicher Musik verbindet

Konzertplakat 2008
Rossinis in hohem Alter geschriebene und mit dem ironisierenden Adjektiv petite bedachte Messe – die Aufführungsdauer beträgt rund 85 Minuten – überwältigt das Publikum seit ihrer Uraufführung im Jahre 1884. Nebst Anklängen an Bachs Fugenkunst und Palestrinas Soggettotechnik bietet sie vor allen Dingen eins: hochromantische, schwelgerische Chormusik, die mit Verneigungen vor der italienischen Opernkunst nicht geizt, den Schmelz des Belcanto zelebriert und den Zuhörer durch alle Facetten menschlicher Empfindungen treibt, oder, um es mit den Worten des Komponisten selbst auszudrücken:
“Ich habe nicht mit Dissonanzen gespart, aber ich habe auch etwas Zucker hinein getan.”
bzw.
“Das ist keine Kirchenmusik für euch Deutsche, meine heiligste Musik ist doch nur immer ‘semi seria’”
Dieses Konzert ist gleichzeitig das erste Konzert unseres neuen musikalischen Leiters Thomas Haen.
2007
Carmina Burana
Carmina Burana von Carl Orff gehört zu den meistaufgeführten Chorwerken des 20. Jahrhunderts. Seit der Uraufführung 1936 hat das Werk nichts an Faszination eingebüsst.

Konzerplakat 2007
Die Grundlage zu diesem Werk bildet eine 1803 im Kloster Benediktbeuren (Oberbayern) wieder entdeckte, umfangreiche Handschrift (Codex Buranus) aus dem Mittelalter. Bei dieser Textsammlung handelt es sich um vorwiegend anonyme Vagantendichtung. Diese (weltliche) Lyrikform fahrender Kleriker beschreibt mit wenig Respekt und auf anarchistische Weise Religion und Gesellschaft. Die Sozialsatire aus dem 12. Jh. verschont weder den gierigen und geizigen Klerus noch die gewalttätigen und ungebildeten Ritter oder die ungehobelten Bauern.
Obwohl zu den meisten Texten Melodien in Neumen-Notation (Zeichen ohne Notenlinien) vorhanden sind, nimmt Carl Orff in seinem Werk keinen Bezug zu den alten, originalen Ver-tonungen (die Neumen-Forschung ist erst jüngeren Datums, darum war damals wenig über die originalen Vorlagen bekannt).
Orff hat etwas Neues geschaffen, das aber in der Einfachheit der Harmonik und Rhythmik (sie unterwirft sich dem Sprachfluss) und in seiner archaischen Anlage an alte Musik erinnert. Der Komponist verzichtet mit einem klaren Aufbau und einer und geradlinigen Architektur auf Schnörkel und filigrane Ornamentik in seinem Werk. Es bleibt weitgehend dem Strophenlied treu und schafft durch die Wiederholungen nach kurzem eine Vertrautheit, der wohl, neben der Kraft dieses Werks, auch seine Bekanntheit und Beliebtheit zu verdanken ist. Der Wiedererkennungs-Effekt ist gross, was auch die Werbung in Radio und Fernsehen längst für sich erkannt hat.
Musik verbindet – Musik schafft Neues
Für die Aufführung Carmina Burana erweiterte sich der Chor Quersang einmalig. Auf die Projektausschreibung hin hatten sich zum Probenstart eine Vielzahl begeisterter Sängerinnen und Sänger zu einer grossen Chorformation zusammengeschlossen.
Carmina Burana füllt Konzertsäle, die Tonhalle, das Hallenstadion – bei uns erlebte das Publikum die Musik hautnah, im kleinen Rahmen und aus ungewohnter optischer und klanglicher Perspektive. Die Aufführungen wurden in der Besetzung, aber auch in der Interpretation und Gestaltung des Werks bewusst von Beginn an der Proben auf den Konzertraum zugeschnitten.
Mit diesen Konzerten endete die Tätigkeit von Renato Botti als musikalischer Leiter des Quersangs.













