Aktuell
Am Montag 17.10.11 haben die Proben für das neue Projekt in der Aula des Bünzmattschulhauses Wohlen begonnen.
Chorreise 2011
Vom Bünztal in die Tropen und dann dem Mond ein Stückchen näher
Ein Bericht über das Quersang-Chorreisli am 10./11.09.2011
Auch die diesjährige Chorreise des Quersang Wohlen war ein perfektes Überraschungs-Ei.
Zwar warben die beiden Organisatoren Lis Wetli und Guido Meierhofer nicht mit Spannung, Spiel und Schokolade sondern mit Papaya, Sonnenuntergang, Meringues, Tannen und zwei Rädern. Aber auch damit wurde unsere Neugierde geweckt. Die Spannung steigerte sich noch weiter bei dem Versprechen, an diesem Wochenende sogar dem Mond ein Stück näher zu kommen. Also trafen sich am Samstag Morgen am Bahnhof Wohlen 16 Frauen voller Vorfreude mit Guido, der von Christian noch männlichen Beistand bekam. Mit Spekulationen hielten wir uns zurück, hatten wir doch im vergangenen Jahr lernen dürfen, dass uns mit Sicherheit zwei Tage voller Spaß und Spannung bevorstehen. Wir sollten nicht enttäuscht werden. Wie beim Ü-Ei erwartete uns nach und nach eine neue Überraschung.
Erste Station war das Tropenhaus Wolhusen, im Kanton Luzern. In einem 2700 qm grossen Besucherhaus werden über 60 verschiedene Nutzpflanzen der Tropen präsentiert und in einem 5300 qm grossen Produktionshaus tropische Früchte, Gemüse und Gewürze angebaut, die man im Restaurant und Shop verzehren bzw. erwerben kann. Beide Häuser werden mit industrieller Abwärme einer nahe gelegenen Gasverdichtungsstation einer Pipeline, die von der Nordsee nach Italien führt, beheizt. Dies und noch vieles mehr durften wir in einer interessanten Führung durch das Besucherhaus erfahren, die auch eine Degustation einiger Tropenfrüchte bot.
Während einer ausgedehnten Mittagsrast in den Resten einer alten Burganlage konnten wir uns für die Herausforderung stärken, die uns am Nachmittag erwartete. Mit dem Postauto ging es vom Bahnhof Wolhusen in Richtung Romoos. Hier hatte dann jeder die Wahl, das Postauto früher oder später zu verlassen. Früher, um in einer ca. dreistündigen anspruchsvollen Wanderung unsere Herberge zu erreichen oder später, wenn das Ziel nur noch ca. 90 Wanderminuten entfernt war. Nach einem Blick auf den Wanderwegweiser in Romoos war das Ziel des Tages klar: auf den Napf sollte es gehen.
Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hatte die anspruchsvolle Strecke ihr Prädikat mehr als verdient. Bei strahlendem Sonnenschein und in glühender Hitze kämpften wir uns auf den Berg. Auch der Gratweg, auf dem laut Guido alles ein bisschen leichter werden sollte, hielt noch knackige Anstiege für uns bereit. Dafür wurden wir mit fantastischer Weit- und Rundum-Sicht belohnt.
Am Hotel Napf angekommen, saßen die nicht so sportlich motivierten Kolleginnen bereits bei kühlen Getränken.
Ein leckeres Abendessen, dessen Krönung die legendären riesigen Meringues waren, beendete diesen Tag.
Am nächsten Morgen stiegen wir wieder ins Tal hinab, und weder Liz noch Guido ließen sich auch nur eine Andeutung über das Ziel des heutigen Tages entlocken.
Irgendwann war irgendwo an einem Parkplatz mitten im Wald unser Marsch zu Ende. Dort warteten wir auf einen Kleinbus, der für jeden für uns Trottinett dabei hatte. Die Überraschung war groß, die Freude aber nicht bei allen, hatte die eine oder andere doch schon von Unfällen gehört oder selbst gehabt. Ausgestattet mit einem wunderschönen pinkfarbenen Helm und ein paar Sicherheitsinstruktionen rollten wir mal los. Und nach ein paar wackligen Minuten war es einfach nur noch megalässig!
Nächster Stopp nach gefühlt ewig langem Dahinrollen war die Hornussen-Anlage der HG Hergiswil am Napf. Dieser Verein bietet interessierten Mitmenschen „Plauschhornussen“ an. Und wir hatten unseren Plausch! In sehr detaillierten Ausführungen wurden wir in die Geheimnisse und Spielregeln dieses Sports eingeführt. Leider, oder vielleicht Gott sei dank, durften wir keine Selbstversuche starten, die Hornuss zu treffen und über’s Feld zu schicken, da ein Wettkampf anstand. So widmeten wir uns einem von der Chorkasse gestifteten Apero und danach einem vom HG Hergiswil mit viel Liebe zubereiteten Mittagsbüfett, das aus verschiedenen selbstgemachten Salaten und Grilliertem bestand. Danach machten wir es uns in Sonne oder Schatten bequem und verfolgten mehr oder weniger gebannt das Spiel.
Nach ca. drei Stunden hieß es Abschied nehmen und weiter zu fahren, bis nach Willisau. Es war so schön, gemächlich dahin zu rollen und die neidisch-neugierigen Blicke der anderen Verkehrsteilnehmer zu genießen. In Willisau war noch Zeit für eine Erfrischung und den Kauf von Willisauer Ringli, bevor wir uns in den Zug setzten, der uns wieder gen Heimat brachte.
Großes dickes Lob und vielen herzlichen Dank an Lis und Guido für ihre Mühe und dass es ihnen gelungen ist, uns ein so schönes und kurzweiliges Wochenende zu bieten!!!
Es hat sich herausgestellt, dass Quersang in der vergangenen Saison mindestens einen Neuzugang der Berichterstattung über die letztjährige Chorreise zu verdanken hat. Vielleicht klappt es ja auch in diesem Jahr. Für unser aktuelles Projekt „Magnificat“ von John Rutter, einem Werk der modernen Klassik, können wir vor allem noch Unterstützung in den Männerstimmen gebrauchen. Näheres kann man unter ”Projekt 2011/2012″ erfahren.






